Die exklusive Konzentration des künstlerischen Talents in Einzelnen und seine damit zusammenhängende Unterdrückung in der großen Masse ist Folge der Teilung der Arbeit. Wenn selbst in gewissen gesellschaftlichen Verhältnissen jeder ein ausgezeichneter Maler wäre, so schlösse dies noch gar nicht aus, dass jeder auch ein origineller Maler wäre, so dass auch hier der Unterschied zwischen ‚menschlicher‘ und ‚einziger‘ Arbeit in bloßen Unsinn sich verläuft.

In einer neuen Gesellschaft gibt es keine Maler, sondern höchstens Menschen, die unter anderem auch malen.  (nach Karl Marx)


So meinte auch Joseph Beuys, daß jeder Mensch ein Künstler sei, wenn er nur dieses eigene in ihm steckende Potential, die Poiesis entwickelt und zum Ausdruck bringt.


Am besten wäre es, ganz aus der Kunst herauszukommen und Werke zu schaffen, welche die Grundvoraussetzungen dessen, was Kunst ist, in Frage zu stellen und dann ganz für sich allein dastehen.


Es geht um die Einbeziehung von Archetypen. Dieses Wissen um die Archetypen, welches nicht unbedingt intellektuell ist, stellt dem Künstler Werkzeuge, neue Pigmente und Pinsel zur Verfügung- Die Expressivität eines Pollock oder die Flächigkeit eines Noland.

                                                          Nach Paul Rotterdam



TEXTE ZU KUNST UND GESELLSCHAFT